Wenn wir in früher Kindheit negative Erfahrungen in Bezug auf Bindung und Beziehung gemacht haben, kann daraus ein Bindungstrauma entstanden sein. Wenn wir zum Beispiel als Säugling konsequent lange schreiend alleine gelassen wurden oder wenn wir uns überangepasst haben weil ein Geschwister die ganze Aufmerksamkeit der Eltern erhalten hat oder weil ein Elternteil depressiv oder konstant überfordert war. Solche Erfahrungen können das Vertrauen und die Fähigkeit, gesunde Beziehungen im späteren Leben aufzubauen, stark beeinträchtigen. Menschen mit Bindungstrauma haben oft Schwierigkeiten, emotionale Nähe zuzulassen, Angst vor Ablehnung oder Verlust und können sich in zwischenmenschlichen Beziehungen unsicher fühlen.
Um zu überleben, haben wird alles dafür gegeben möglichst selbstständig, auf keinen Fall abhängig zu sein. Die Gefühle werden gut unterdrückt, damit der Schmerz des Verlustes an Nähe und Geborgenheit, nach der wir uns eigentlich sehnen, nicht gefühlt werden müssen. Wir möchten uns nicht wirklich tief in Beziehungen einlassen, aus der Erfahrung, dass diese ja nicht zuverlässig sind. Menschen mit einem Bindungstrauma sind entweder ständig auf dem Sprung, wirken oberflächlich, nicht wirklich nahbar oder sie klammern, sind sehr ängstlich, brauchen ständig Bestätigung, dass man sie gern hat.
Was brauchen Menschen, damit sie sich mit anderen Menschen sicher und gleichzeitig frei fühlen?
1. Eine vertrauensvolle Umgebung, in der wir uns sicher fühlen und verlässliche Beziehungen um sich emotional öffnen zu können.
2. Gute Selbstfürsorge, zu lernen auf ihre eigenen Bedürfnisse zu achten und für diese zu sorgen. Stille, Zeit um sich selber regulieren zu können.
3. Wir brauchen ev. professionelle Hilfe, um gesunde Bindungsmuster zu entwickeln.
Als Bewegungs- und Tanztherapeutin stehe ich als Person zur Verfügung, mit Dir zusammen Deine Bindungsthemen zu erforschen. Im Gegensatz zu einer Psychoanalyse, in der sich die Therapeutin/der Therapeut absichtlich in den Hintergrund stellt, um die Klientin/den Klienten nicht zu beinflussen, bin ich als Beziehungspartnerin da, damit du ausprobieren kannst. Ich höre Dir nicht nur zu, sondern bin Dein Gegenüber, mit dem Du Dich erfahren kannst. Vielleicht provoziere ich Dich sogar einmal. Und Du kannst in einem sicheren Rahmen üben, wie du neu darauf reagieren möchtest. Zuerst ganz spielerisch. Schritt für Schritt gehen wir sorgfältig daran, Deine für Dich immer wieder herausfordernden Momente anzugehen, sie zu fühlen, sie zu durch-fühlen, zu verstehen und sie schliesslich neu zu gestalten.